Persönliche Bestleistung am Gerlosberg
Bereits zum dritten Mal ging ich am Samstag beim Gerlosbergrennen im schönen Zillertal an den Start. Für mich sollten die mit 600 Höhenmeter gespickten 6,5 Kilometer dabei vor allem ein Trainingswettkampf auf dem Weg zur Tour de Kärnten werden – erfreulicherweise stellte ich vor Ort fest, dass es oft gar nicht so schlecht ist, ohne Leistungsdruck an den Start eines Rennens zu gehen.

So spürte ich schon beim Warmfahren, dass sich meine Beine trotz zweier harter Trainingstage im Vorfeld und einem ausgedehnten Besuch beim Griechen am Vorabend gut anfühlten. Dennoch ließ ich das Rennen ruhig angehen: Während vorne die starken Corratec-Fahrer Andi Ortner und Stefan Oettl das Tempo diktierten, fiel ich erst einmal zurück und suchte meinen Rhytmus. Bis auf Position 35 durchgereicht, fand ich diesen aber recht schnell und so hangelte ich mich bald Fahrer um Fahrer nach vorne.

Mein Leistungsmesssystem zeigte dabei kontinuierlich um die 350 Watt an, was genau meinen Vorgaben entsprach. Und das gleichmäßige Fahren zahlte sich aus: Nach der halben Distanz befand ich mich bereits auf Platz 20, ehe ich zu einer weiteren Gruppe aufschließen konnte. Nun ließ zwar auch meine Kraft langsam nach, aber den anderen Teilnehmern ging es nicht anders. Als wir zu fünft auf die lange Zielgerade gingen, kämpften wir dennoch bereits um Platz neun.

Leider beging ich auf den letzten 500 Metern dann einen schweren taktischen Fehler, als ich den Schlussspurt viel zu früh anzog. Ich hatte das Ziel an einem anderen Ort in Erinnerung und so schoßen meine Begleiter noch allesamt an mir vorbei. Am Ende reichte es so statt zum neunten zwar nur zum 14. Rang – aber dennoch war ich absolut zufrieden: Trotz des halben Trainingsumfangs des Vorjahres hatte ich eine persönliche Bestzeit (2010: 27:59 min, 2011: 26:55 min, 2012: 26:30 min) erzielt. Außerdem gewann ich zudem meine Altersklasse. Mit der Form geht es also endlich wieder bergauf – so kann’s weitergehen!

Die Freude war übrigens auch aus einem anderen Grund groß: Mein Teamkollege Thomas Schweiger, der in der letzten Zeit nicht gerade vom Glück begünstigt war, konnte sich den prestigeträchtigen Gesamtsieg am Gersloberg sichern. In einem knappen Schlusspurt distanzierte er Andi Ortner und James Latimer – gratuliere, Thomas! Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an die Veranstalter des Radteams Zillertal, die das Rennen wie immer hervorragend organisierten.
Schade war nur, dass der Termin genau auf die am gleichen Tag im Rahmen des Loasrennens stattfindende Tiroler MTB-Meisterschaft im Hillclimb fiel – so haben sich beide Events sicherlich gegenseitig einige Starter weggenommen.




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