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Siebter beim Auftakt der BMW-Zeitfahrserie

Konnte man noch vor ein paar Jahren rund um München noch jede Woche aus verschiedenen Zeitfahrterminen auswählen, ist das Angebot heuer leider sehr begrenzt. Viele hiesige Vereine wollen den Organisationsaufwand einfach nicht mehr stemmen, der hinter so einem Event steckt. Aus diesem Grund ist es umso erfreulicher, dass die BMW-Radsportgruppe erneut eine mit Terminen prall gefüllte Rennserie anbietet. Den Auftakt machte heuer das Zeitfahren in Giebing – und siehe da: Einige bekannte Gesichter nutzten das kleine Event, um ihre Form zu testen.

Zwar war das Starterfeld mit 17 Teilnehmern trotz des kühlen, aber freundlichen Aprilwetters etwas klein geraten, aber mit Anton Koller und Bernhard Uhl (beide BMW), dem Triathlon-Spezialisten Johannes Hinterseer (Equipe Velo), sowie dem Vierten der vergangenen oberbayerischen Zeitfahrmeisterschaft, Klaus Bialek (ebenfalls Equipe Velo), waren einige Cracks angetreten, um es mit dem quer über den Rundkurs peitschenden Wind aufzunehmen.

Ich persönlich wollte auf den beiden Runden à 9,7 km eine Standortbestimmung vornehmen: Zwar befinde ich mich nach meiner langen Pause ja erst seit Ende Februar wieder richtig im Training, aber dennoch wähnte ich mich in den letzten Tagen recht gut in Schuss. Dass man sich auf so ein “Heute-reiß-ich-Bäume-aus”-Gefühl nicht immer verlassen kann, merkte ich allerdings schon auf den ersten Metern: Unruhig saß ich im Sattel und irgendwie gelang es mir nicht so recht, mich auf den Rhythmus meiner Beine zu konzentrieren.

So musste ich mir auch schnell eingestehen, dass eine gute Platzierung nach so kurzer Trainingszeit einfach noch weit entfernt liegt. Bald konzentrierte ich mich daher nurmehr auf mein zweites Ziel: Meine Kräfte so gut einzuteilen, dass die zweite Runde schneller werden würde als die erste. Auch wenn ich mich nicht wirklich gut fühlte, gelang mir dies letztendlich auch. Nach 28:35 Minuten (14:25/14:10) überquerte ich den Zielstrich und landete so immerhin auf dem siebten Rang – keine überragende Platzierung für ein lokales Zeitfahren. Mein Rückstand auf den überragenden Sieger Bernhard Uhl betrug am Ende krasse 1:57 Minuten.

Aber es gibt natürlich auch einige positive Fakten, die ich für die nächsten Rennen mitnehmen kann: Zum einen lag das Feld zwischen Rang drei und zehn relativ dicht beisammen (44 Sekunden), so dass mit einer anderen Tagesform, etc. eventuell auch mehr möglich gewesen wäre; und zum anderen habe ich trotz der langen Rennabstinenz mein Körpergefühl nicht verloren. Nun gilt es natürlich die Kraft wiederzufinden. Mal sehen, ob es am 27. April  besser läuft – dann findet nämlich das erste Zeitfahren meines Heimatvereins RSC Wolfratshausen statt.

(Alle Fotos von Florian Imgrund, www.frei-licht.com)

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