Gut einen Monat nach meiner Nasen-OP bestritt ich mit dem Dachstein Volkslauf meinen ersten Wettkampf in 2012. Aufgrund meiner bisher noch geringen Trainingsumfänge wählte ich die kurze Zehn-Kilometer-Strecke – im Nachhinein eine gute Entscheidung. Denn schon die Anfahrt erwies sich aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen – es schneite und blies wie verrückt – schwieriger als erwartet.

Nachdem ich durch ein paar schlingernde LKWs auf der Autobahn nämlich viel Zeit verloren hatte, folgten auf der komplett verschneiten Bergstraße in die Ramsau ein paar eigene Rutscher – wooohooo – so dass mein Skoda und ich nach wilder Fahrt top motiviert am Startort eintrafen. Die Winterkulisse hatte noch einmal zugelegt und schon nach dem sehr kurzen Einlaufen fühlt ich mich wie ein Schneemann.
Im Rennen selbst musste der Schneemann dann erst einmal für seine fehlende Form und die nicht vorhandene Technik bei solch widerspenstigen Bedingungen bezahlen. Aus der zweiten Reihe gestartet verlor ich auf den erste drei, durchgängig ansteigenden, Kilometern eine Position nach der anderen, ehe ich mich irgendwo im Mittelfeld festsetzen konnte. Aber egal – es sollte ja nur eine Gaudi werden!
Sobald ich alleine war, gelang es mir schließlich auch, einen anständigen Rhythmus zu finden. Die Ziellinie überquerte ich nach 38:44 Minuten – als 33. von 74 gestarteten Herren – naja.

Auch wenn mein Rückstand auf den Sieger mit 7:56 Minuten natürlich eklatant ist und es schon an der Motivation nagt, wenn einen 13-Jährige verseilen, bin ich dennoch mit meiner Leistung an sich zufrieden. Zum einen, weil ich mich ja wirklich gerade einmal seit drei Wochen im Training befinde, zum anderen weil eben meine Nasen-OP und die sechs trainingslosen Monate davor noch sehr stark nachwirken.
Ich hoffe daher, dass ich mich bei den nächsten Rennen auf der Loipe noch gut steigern kann – für die anstehende Radlsaison sind die harten Langlaufkilometer jedenfalls eine gute Vorbereitung!
Zuallererst steht nun aber erneut eine Trainingspause auf dem Programm, denn die nächsten zwei Wochen werden erst einmal durch die Lernerei an der Uni blockiert.
P.S: Ein fetter Respekt geht noch an meine Vereinskollegin vom SC Moosham, Barbara Häsch: Sie lief bei der Tour de Ramsau, einem dreitägigen Langlauf-Etappenrennen, zu dem auch der Dachstein Volkslauf zählte, auf den vierten Gesamtrang!
