Bayerische Bergmeisterschaft bringt Aufwind

Nachdem der Großteil meiner bisherigen Events in diesem Jahr mehr unter dem Zeichen der Vorbereitung stand, war die Bayerische Bergmeisterschaft am Sudelfeld ein Rennen, bei dem ich gut abschneiden wollte. Rund 60 Starter gingen im Eliterennen auf die Strecke. Nicht gerade viel, aber bei einer Bergmeisterschaft fahren halt wirklich nur die besten Bergfahrer.

Den 13 Kilometer langen Anstieg mit seinen rund 900 Höhenmetern war ich zuvor nur im Auto abgefahren. Aus dem Grund war ich mir nicht sicher, was mich erwarten würde – vor allem weil ich beim Warm Up überhaupt keine guten Beine hatte. Mit Wolfgang Sacher, Matthias Dichtl und Tobi Schwarzenberger waren allerdings drei Kollegen vom Team Nutridual mit von der Partie, so dass die Stimmung gut war.

Das Rennen begann verhalten, bevor es  im Tunnel (Kilometer zwei) zum ersten Mal richtig steil wurde. Trotz der 20 Prozent konnte ich mich allerdings gut im Spitzenfeld behaupten. Rund 20 andere Fahrer fielen hier schon “raus”. Auf der folgenden etwas flacheren Passage versuchte ich Kräfte für den Schluss zu sparen – der hatte es nämlich in sich: Auf fünf Kilometern rund 550 Höhenmeter. “Steil is geil” war hier das Motto.

Der Song zum Sudelfeld: Das Speckalm-Lied

Direkt an der ersten Rampe musste ich reißen lassen und im Prinzip fast alle aus der noch 35 Mann großen Gruppe ziehen lassen. Erst nach einem halben Kilometer fand ich meinen Rhytmus – dann aber einen richtig guten! Nach und nach sammelte ich andere Fahrer ein, auch Tobi und Matthias. Dass ich vor den beiden im Rennen lag, gab mir einen extra Motivationsschub.

Einen Kilometer vor dem Ziel schloss ich zu einer Gruppe mit Thomas Schweiger, Simon Schmidmayer und Martin Schmeer auf – allesamt starke Bergfahrer. Ich setzte mich direkt an die Spitze und bestimmte das Tempo. Auf welchem Platz wir lagen, wusste ich nicht. Vielleicht Top20? Eine Kehre weiter unten sah ich, wie sich andere Teilnehmer quälten – auch ich konnte nun das Ende des Rennens nicht mehr erwarten. Die Haxn brannten!

200 Meter vor dem Ziel forcierte ich schließlich nochmals das Tempo. Ich wollte unbedingt unter die besten 20! Allerdings blieben sowohl Schweiger als auch Schmeer dran und zogen letztendlich im Schlusssprint noch vorbei. Nach der langen Führungsarbeit auf dem doch recht windigen Gipfel hatte ich nichts mehr zuzusetzen. Fix und fertig rollte ich auf den Parkplatz der Speckalm. Ein krasses Rennen!

Die Siegerehrung ergab, dass ich mit Rang 22 und einem Rückstand von 3:08 Minuten auf den Sieger Bernd Brennauer mein Ziel knapp verfehlt hatte. Dennoch war ich nicht traurig sondern richtig zufrieden mit meinem Resultat. Um mich herum waren Namen, die bisher immer weit vor mir platziert waren. Martin Reuel (27., + 3:33) war an der Hungerburg vor mir gelandet, Thomas Schweiger (21., + 3:05) hatte mir am viel kürzeren Gerlosberg ganze zwei Minuten gegeben. Auch die Zeitabstände nach vorne (Platz 17 gerade einmal zehn Sekunden) waren nicht weltbewegend. :-)

Mit meinem Ergebnis war ich auch schnellster Nutridual-Fahrer. Matthias wurde 32. (+ 4:03), Tobi 33. (+ 4:15) und Wolfgang 44. (+ 5:59). Auch das vereinsinterne Duell beim RC Concordia gegen Philipp Geisert (38., + 4:58) hatte ich klar für mich entschieden. Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass einige Fahrer dabei waren, die sich mit ziemlicher  Sicherheit nicht an das UCI-Gewichtslimit von 6,8 Kilo pro Rad gehalten hatten! Wären das die Top20 gewesen?

Wie auch immer – es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass mein über das ganze Jahr geplanter Formaufbau Wirkung zeigt und ich mich mit jedem Rennen noch verbessern kann. Ich hoffe, dieser Trend hält an! :D

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3 Kommentare zu „Bayerische Bergmeisterschaft bringt Aufwind“

  • Erich:

    Hervorragendes Ergebnis! Gratuliere!
    Ist ja eine richtig harte Strecke!
    Ich hoffe, Du konntest auf der Speckalm nochmal richtig zuschlagen (…lecker essen… ;-)

  • Bernhard:

    Nicht schlecht, junger Mann! Obenraus hast Du richtig durchgezündet. An der Rosengassenrampe hatte ich Dich direkt vor mir – und im Ziel dann fast 3min verloren! Gratuliere

  • Die Speckalm heb ich mir fürn 14.8. auf … diesmal wars echt zu kalt! Aber nach unserm Bergrennen kehrma da doch bestimmt ein, oder Erich? :-)

    @Bernhard: Ich hab dich auch noch lang hinter mir gsehn. Bist ja eh a super Rennen gfahrn,oder? Wolfgang verseilt und nur knapp hinterm Geisert … fetten Respekt!

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