Good cold Schrobenhausen

Auch wenn das Profil stinklangweilig ist – Schrobenhausen ist irgendwie ein Klassiker. Aus diesem Grund freute ich mich schon bei der Hinfahrt richtig auf das Rennen – obwohl es mein drittes innerhalb der letzten vier Tage werden sollte und es wieder einmal scheiß nasskaltes Wetter hatte! Gemeinsam mit Chris Leiter (Deutscher Meister 2009) und Gerd Glatthaar (Tirol-West-Hero :D ) fuhr ich im gelben Leiter-Mobil ins Schwabenland. Mit LaBrassBanda motivierten wir uns top auf die bevorstehenden 96 Kilometer :D

Die gingen recht locker los. Schrobenhausen halt. Genug Zeit, sich einmal im Feld zumzuschauen. Unter den nur 90 Startern waren viele bekannte Gesichert: Wolfgang Schober, Thomas Schweiger, Sascha Borgwardt, Karl-Heinz Aichner, Christian Lichtenberg, Lorenz Rettig und … Michael Schulz. Der varruckte Aichacher lancierte direkt die erste Attacke des Tages. Es war die erste von circa sechs, sieben Angriffen seinerseits im Verlaufe der nächsten zwei Stunden. Aber richtig weg kam er nicht. Genau wie kein anderer. Auch ich versuchte es zweimal, aber es war zwecklos.

Es lief also alles auf einen Massensprint um den Sieg und die begehrten Platzierungen hin. Etwas, was ich gar nicht gerne mag. Ich versuchte mich fünf Kilometer vor dem Ende am Schwalben-Fahrer Christian Lichtenberg, den ich in Rosenheim kennengelernt habe und von dem ich wusste, dass er gut Druck hat, zu orientieren. Doch irgendwie wurde es dann eng und schwupp war ich auf Position 30. Da half auch eine brachiale Vorfahraktion auf der rechten Straßenseite (“Aaauufd Seeeiiitn”, “Fooaaaahhrr!”) nichts mehr. Einen Kilometer vor dem Ziel war ich zwar wieder Achter – aber nachdem ich in der gefährlichen Abfahrt erneut abgedrängt wurde, überquerte ich als ungefähr 22. die Ziellinie.

Wenn ich nicht eingebaut gewesen wäre, wäre durchaus viel viel mehr drin gewesen. Schade! Aber dennoch bin ich super zufrieden mit dem Ergebnis – denn so offensiv habe ich noch nie zuvor ein Lizenzrennen bestritten. Immer fuhr ich ganz vorne im Feld, beteiligte mich oft an der Nachführarbeit, konnte attackieren und hatte nie Probleme, nicht mitzuhalten. Okay das ist in good old Schrobenhausen vielleicht auch nicht sehr schwer. Aber trotzdem gfreits mi :D

Jetzt werde ich ersteinmal eine Wettkampf-Pause einlegen und weiter an meiner Form für meine diesjährigen Höhepunkte arbeiten, bevor ich im Juni wieder ins Renngeschehen einsteige. Wann und wo entscheidet sich in den nächsten Tagen. Bis dahin a scheene Zeit.

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