Die Hungerburg-Wette verloren
Endlich war es wieder so weit: Nach fast drei Jahren stand ich heute zum ersten Mal wieder am Start eines Bergrennens. Mit 3,5 Kilometern Länge und 250 Höhenmetern ist das Hungerburg Classic zwar ein sehr leichtes, aufgrund seiner Besetzung aber sicherlich ein prestigeträchtiges Event seiner Sorte. Von 34 Startern waren immerhin 13 Continental-Profis. Vor allem das Team Tyrol hatte es sich bei seinem Heimrennen zum Ziel gemacht, den Kapitän Harald Totschnig zum Sieg zu fahren. Mir war deshalb schon vor dem Start klar, dass ich mir das Geschehen nur von ganz hinten anschauen werden würde.
Mein Ziel war es eine Zeit unter zehn Minuten zu fahren. Das war einer Wette mit meiner Freundin Jacqueline geschuldet, die mich zu dieser Zeit motivieren wollte. Mein Plan war es deshalb, am Start so weit vorne zu sein, um etwas Kraft zu sparen und mich dann im Laufe der 3,5 Kilometer zurückhangeln zu lassen. Geklappt hat das allerdings überhaupt nicht. In der ersten Kurve war ich so eingebaut, dass ich fast Letzter war, als das Rennen begann.
Im Folgenden versuchte ich mich wieder vorzukämpfen, was allerdings mangelnder Form ein hoffnungsloses Unterfangen war. Es war eher eine ganz schöne Quälerei, vor allem weil die April-Sonne meinen Mund so austrocknete, dass ich das Gefühl hatte, dass meine Zunge nur aus Sand besteht. Dennoch konnte ich nach und nach Positionen gut machen. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte ich mit Marc Obkircher einen Tyrol-Fahrer eingeholt, der ein ähnliches Tempo wie ich fuhr. Zusammen bogen wir auf die endlos lange Schlussgerade ein, wo ich ihn 200 Meter vor dem Ziel schließlich noch distanzieren konnte. Leider reichte es nicht mehr für meine Wette. Auf Platz 23 überquerte ich nach 10:07 Minuten und 1:27 Minuten hinter dem Sieger Harald Totschnig die Ziellinie. Verdammt!
Mit meiner Leistung bin ich natürlich nicht wirklich zufrieden, hatte ich mir insgeheim doch zumindest eine Zeit von 9:30-9:40 Minuten erhofft – auch weil Sportler, mit denen ich 2007 noch auf Augenhöhe gefahren bin, einfach 40,50 Sekunden schneller waren. Die zwei vergangenen fast komplett Rad-freien Jahre wirken sich also ganz schön negativ aus – ich habe noch sehr viel Arbeit vor mir! Die wird sich aber auch auszahlen, da bin ich mir absolut sicher. Ich freue mich schon auf die zahlreichen Berg-Kilometer. Yiiihaaa!
So traurig war ich über meinen 23. Platz aber nicht. Immerhin gab es auch gehörigen Grund zum Feiern: Jacqueline hatte trotz einer harten Rennwoche in Belgien eine richtig starke Leistung gezeigt und das Frauen-Rennn gewonnen. Echt der absolute Hammer!
Achja: Meine nächste Wette gewinne ich. Alles eine Frage der Zielzeit
Alle Fotos sind von Walter Andre (www.sportfotos-andre.at)
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Die nächste Wette …weist eh was zu mir gsagt hast (=
Jaaa i woaß. Muaß i dann as Junioren-Rennen fahren, oder?
Hey echt nuamal Gratulation!
Ja,ja bald bist Senior und kannst bei mir starten, die Zeiten sind allerdings bei uns auch unter 9 Min.Concordia hat trotzdem 2 Stockerlplätze erreicht. Nächster versuch Postalm Rennen, Oder?
LG
Andreas