Ein nasskalter Tag in Aichach

Brrr … das war was. Als ich mich heute morgen verschlafen aus meinem Bett schälte und aus dem Fenster schaute, flogen doch da tatsächlich dicke weiße Schneeflocken vorbei! Gerade einmal zwei Grad zeigte das Thermometer – ihr könnt mir glauben, dass ich mich am liebsten sofort wieder umgedreht hätte. Aber es war ja ein Radlrennen geplant und da ist – wie ich in Flachgau eine Woche zuvor gelernt hatte – das Wetter einfach egal. Zusammen mit Matze vom RC Concordia fuhr ich also nach Aichach, um beim dortigen Straßenpreis an den Start zu gehen.

Gut 190 Starter nahmen das C-Rennen in Angriff. Es war zugleich mein erster Auftritt für das neugegründete Team Nutridual, von dem auch Matthias Dichtl, Chistoph Lösche und Christian Sacher an den Start gingen. Mit Thomas Schweiger, Sascha Borgwardt, Wolfgang Schober und Co. waren auch noch andere bekannte Fahrer aus dem Münchner Oberland am Start. 70 Kilometer betrug die Renndistanz, aufgeteilt in zehn Runden. Ich war gespannt, wie ich drauf war. Immerhin war es für mich das erste bayerische Rennen in diesem Jahr und damit so etwas wie eine Standortbestimmung.

Es ging zügig los. Einen 41er-Schnitt legte unser Feld hin, was für mich anfangs allerdings kein Problem darstellte. Ich hielt mich so weit wie möglich in den vorderen Reihen auf. Bergauf ließ ich mich zurückfallen, um dann in den Abfahrten wieder nach vorne zu rollen. Stichwort “liiinks”. Ab Runde vier bekam ich allerdings einen kleinen Hänger, von dem ich mich dank Powergel erst im achten Umlauf wieder erholte. Die letzten zwei Runden liefen dafür wieder super: Am Berg konnte ich den Speed der vorderen Fahrer mitgehen, teilweise das Feld kontrollieren und mir somit eine gute Position für den Schlussspurt verschaffen. An Position 15 bog ich in die Zielkurve ein – mit der sicheren Aussicht auf eine Top-20-Platzierung.

Ich hatte mir bewusst das Hinterrad von Lorenz Rettig gesucht, den ich als tempostarken Fahrer aus den letzten Jahren in Erinnerung hatte. Und Lorenz drückte gut. Auf einmal wurden wir beide allerdings von einer Welle eines vorderen Fahrers gebremst und er ließ die Beine hängen. Ich war dahinter erst einmal eingeklemmt und musste mich “befreien” – doch bis ich mit meinem Diesel-Antritt wieder auf Touren kam, war das Rennen auch schon gelaufen. Ungefähr auf Platz 24 sollte ich über die Linie gerollt sein. Schade, dass es nicht für weiter vorne gereicht hatte – es wäre auf jeden Fall möglich gewesen :-)

Ein super Rennen bestritt Christoph Lösche. Er landete auf Rang 18 und wurde beser unseres Teams. Matthias Dichtl wurde 35., Christian Sacher schied genau wie mein Concordia-Kollege Matze mit Reifendefekt aus. Wirklich schade, da ich denke, dass die beiden gut drauf waren! Mein nächstes Event wird nun das Festina Chrono am kommenden Samstag sein. Das erste Zeitfahren des Jahres wird zwar trotz der kurzen Distanz von nur 13 Kilometern sehr hart werden, aber ein Spaß wird’s trotzdem. Wooohooo! :D

Fotos von Carolyn Friesl / www.hapana.de.vu:

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