Zwei Aufgaben zum Saisonstart
Gemeinsam mit meiner Freundin Jacqueline machte ich mich am Sonntag auf den Weg nach Neumarkt am Wallersee, um dort bei den Flachgauer Radsporttagen meine beiden ersten Saisonrennen zu bestreiten. Dass mein Ausflug dorthin ein reiner Überlebenskampf wird, war mir bereits von vorneherein klar. Das erste Kriterium, das erste Eliterennen, das Startfeld – verdammt, es gab wirklch Gründe! Am Ende kamen zwei Aufgaben heraus. Zumindest einer davon – der beim Straßenrennen am Montag – kann ich etwas Positives abgewinnen.
Die Besetzung der Rennen war definitiv “abartig”. Namen wie Gerhard Trampusch, Werner Riebenbauer (beide Giro-Teilnehmer) oder Tobias Erler (jüngst Leader der Malaysia-Rundfahrt) standen auf der Nennliste – Profis halt. Und es waren bei weitem nicht die einzigen Berufsradler im Feld. Das Ergebnis beim Auftaktkriterium war deshalb gleich einmal eine richtige “Peitsche”. Nach drei von 45 Runden war ich abgehängt, nach 13 wurde ich aus dem Rennen genommen. Damn!
Das einzig positive an diesem Tag war wirklich, dass Jacqueline ihr Rennen dominierte und souverän den Sieg bei den Damen einfuhr
Am nächsten Tag wollte ich es beim Straßenrennen besser machen. 130 Kilometer bei sechs Grad waren zwar nicht die besten Vorraussetzungen, aber das miese Wetter sollte nicht mein Problem sein. Eher der enorme Speed bei so einem Elite-Rennen. Diesesmal hielt ich etwas länger durch: Ganze 80 Kilometer, bzw. zwei Stunden. Zwar verlor ich dann schließlich den Anschluss ans Feld und musste aufgeben, aber das hatten vor mir immerhin schon gut 45 andere Fahrer getan. Viel hätte wirklich nicht zum Durchfahren gefehlt – eine nicht ganz so hoffnungslose Klatsche wie am Vortag. Jacqueline machte ihre Sache wieder perfekt und sicherte sich im Sprint den zweiten Sieg in zwei Tagen. Yes! Fetten Respekt-Kuss!
Wenn man bedenkt, dass ich zum ersten Mal seit einem dreiviertel Jahr überhaupt intensiv gefahren bin, war die Leistung in Ordnung. Bisher bestand mein Training vor allem aus dem Aufbau meiner Grundlagenausdauer. Der April wird nun ein intensiver Monat, so dass ich bei den Bayerischen Meisterschaften Anfang Mai hoffentlich in einigermaßen passabler Form bin. Mein nächstes Rennen wird nun der Aichacher Straßenpreis kommendes Wochenende sein. C-Klasse. Das sollte eine deutlich leichtere Aufgabe sein. Die Strecke konnte ich im letzten Jahr als Zuschauer schon besichtigen – ein schöner Kurs!
Fotos von ernst Wukits – www.ckw.de/wuki
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