Bahn-Gaudi in Augsburg
Endlich hat es geklappt: Dank Horst Schwanke ergab sich die Möglichkeit, einmal auf der Radrennbahn in Augsburg zu trainieren. Um 15.40 Uhr ging es los und unser Concordia-Vereinsbus, Bernds berüchtigter Gran-Fondo-Bomber, brachte uns wieder einmal sicher ins Ziel. Fahrgemeinschaft zwei bestand aus den Perchtingern und Wolfratshausern, die genau gleichzeitig mit uns in Augsburg eintrafen. Insgesamt waren wir zehn Fahrer, die sich auf dem Holzoval quälten.

Nachdem wir uns umgezogen hatten, die Leih-Räder richtig eingestellt waren und wir unsere Einweisung erhalten hatten, starteten wir unseren ersten Lauf. Nur langsam konnte ich mich an das Fahren mit starrer Nabe gewöhnen – die Beine darf man auf der Bahn eben nicht hängen lassen. Auch die Steilkurven flösten mir Respekt ein. Aber auch das legte sich mit der Zeit. Langsam ist man auf der Bahn auch nicht unterwegs. Zwischen 30 und 40 km/h ist die normale Geschwindigkeit – und das die ganze Zeit!
Nach einer kurzen Pause “kannten alle die Strecke” und Horst organisierte ein kleines aber effektives Trainings-Spiel: Alle fuhren hintereinander aufgereiht und der jeweilig Führende musste versuchen, von der Gruppe wegzufahren – und zwar so schnell, dass er nach ein paar Runden die Schlange wieder eingeholt hat. Der “neue” Erste macht es dann genauso, usw. Nach vier Runs waren wir ziemlich erledigt und gönnten uns die zweite größere Pause.

Als krönenden Abschluss veranstalteten wir noch ein kleines Rennen. Und da alle schon sehr kraftlos waren nahmen wir den kürzesten Bahn-Wettbewerb: das Rundenrekord-Fahren. Ich startete als Erster und legte mit 15,0 Sekunden eine anständige Zeit vor. Allerdings ging es mir dabei überhaupt nicht mehr gut, war ich doch heute schon fast 130 Kilometer (das Training am Vormittag mit eingerechnet) auf dem Rad gesessen. Die nächsten Fahrer, Martin Anz und Florian Doktor, blieben hinter mir und so behielt ich vorerst meine Führung. Aber wie schon beim Penzberger Kellersprint war es Christian Sacher (14,9 Sekunden), der mich von Platz eins verdrängte. Auch Christoph Lösche war mit 14,8 Sekunden noch einmal schneller. Christian und ich wagten noch einen zweiten Versuch, aber während ich meine 15,0 Sekunden bestätigte, holte sich Christian mit 14,7 Sekunden doch noch den Tagessieg vor Christoph. Damit steht es im Weißbier-Duell “Christian gegen Werner” 2:0 für den Penzberger.
Jetzt waren wir alle aber endgültig kaputt, was aber ganz gut passte, da unsere Zeit sowieso abgelaufen war. Christoph bandelte in der Umkleide-Kabine noch mit meinem Handtuch an und war vielleicht deshalb beim abschließenden Besuch in der Filiale einer großen amerikanischen Fast-Food-Kette so hungrig. Das Fahren auf der Bahn war auf alle Fälle eine total spannende aber auch eine sehr ermüdende Aktion (siehe Pulskurve) – es war sicher nicht das letzte Mal!

1. Sacher, Christian 14,7 / 14,9 Sekunden
2. Lösche, Christoph 14,8 s
3. Müller-Schell, Werner 15,0 s / 15,0 s
4. Anz, Martin 15,3 s
5. Doktor, Florian 15,4 s
6. Albrecht, Christoph 15,5 s
7. Wimmer, Thomas 15,5 s
8. Leiter, Chris 15,6 s
9. Reindl, Bernd 15,7 s
10. Schwanke, Horst 16,5 s



