Nur der Weltmeister war schneller
Eine beachtlich hohe Anzahl von 33 Startern war zum Auftakt der Forstenrieder Rennserie, dem 12,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Percha nach Forstenried, gekommen. Mit Wolfgang Sacher war auch der aktuelle Weltmeister des Versehrtenradsports am Start. Der “einarmige Bandit”, wie er spaßeshalber genannt wird, war gerade zum dritten Mal in Folge Bayerischer Meister in seiner Versehrtenklasse geworden.

Auch Florian Carda und Daniel Wiedenmann waren am Start. Letzterer topp motiviert mit einem neuen Citec-Aero-Vorderrad. Ich konnte ebenfalls auf mein aerodynamisches Shamal-Vorderrad zurückgreifen, das endlich reperiert worden war.
Mit der Nummer 20 ging ich ins Rennen. Die ersten zwei Kilometer ging es mit bis zu sieben Prozent Steigung bergauf. Hier vergeudete ich bereits zu viele Kräfte, was ich im späteren Rennverlauf erheblich merkte. Zwar konnte ich ab Wangen einen ordentlichen Rythmus finden (53/12), aber der heftige Gegenwind machte mir deutlich zu schaffen. Ab der Hälfte der Distanz meldete sich ein Krampf im linken Oberschenkel und ich musste teilweise sogar auf das 13er-Ritzel runterschalten.
Dennoch war ich einigermaßen schnell unterwegs. Auf dem letzten Kilometer gab ich noch einmal alles und sprintete dem Ziel entgegen. Leider merkte ich beim Überfahren der Ziellinie, dass ich meinen Schlussspurt schonz wei Kilometer früher hätte ansetzen sollen, denn ganz kaputt war ich nicht. Trotzdem reichte es für die bisher schnellste Zeit. Florian Carda (TSV Perchting-Hadorf) war sechs Sekunden langsamer gewesen.
Nun hieß es abwarten. Und wie beim letzten Zeitfahren wurde meine Bestzeit kurz vor dem Ende unterboten. Wolfgang Sacher war zwölf Sekunden schneller den Kurs hinuntergewetzt.
Nach dem Rennen wurde auf der Rückfahrtzum Start nach Percha, wo mein Auto stand, wie üblich gefachsimpelt. Und mit Wolfgang eine Wette um ein Weißbier geschlossen, dass ich nächste Woche beim RSC Wolfratshausen-Saisonauftakt schneller bin als er. Und das Weißbier lass’ ich mir schmecken.



